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Fünf junge Malamuts auf Flohmarkt beschlagnahmt und nun in der Obhut des Wiener Tierschutzvereins

Am 18. Jänner 2015 konnte am Rande Wiens erneut ein vermeintlich illegaler Welpenhandel aufgedeckt werden. Auf einem Flohmarkt in Schwechat wurden einem Mann und einer Frau aus Ungarn fünf blutjunge Malamut-Welpen abgenommen.

Die Amtshandlung erfolgte durch die Polizei und in weiterer Folge durch die zuständige Bezirkshauptmannschaft. Im Normalfall werden derartige Fälle an das Tierheim Brunn am Gebirge weitergeleitet.



Malamut-Welpe vom Flohmarkt
Allerdings besteht seit vielen Jahren eine Kooperation zwischen dem Tierheim Brunn und dem Wiener Tierschutzverein (WTV). „Gerade wenn es um mehrere Welpen geht und eine intensive medizinische Pflege notwendig ist, stößt ein kleines Tierheim wie Brunn sehr rasch an seine Grenzen.


Der Wiener Tierschutzverein springt in solche Fällen selbstverständlich gerne ein - und das ohne zusätzlichen  finanziellen Aufwand für die Behörden oder die SteuerzahlerInnen“, erklärt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.  Aus diesem Grund befinden sich die Hundewelpen nun in der Obhut des WTV in Vösendorf.

Die jungen Malamuts (vier Rüden und eine Hündin), geschätzt rund sieben Wochen alt, wurden umgehend von den Tierärztinnen des WTV untersucht. Die Hunde befanden sich in einem verstörten und ängstlichen Zustand, außerdem wurde hochgradiger Flohbefall und bei manchen Tieren auch Unterernährung nachgewiesen.

„Es ist gut und richtig, dass die Polizei illegale Welpenverkäufe ernst nimmt, einschreitet und die Tiere abnimmt, um sie in die Obhut von Tierschutzorganisationen zu geben. Das Problem beginnt aber schon vorher.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen versuchen auch Leute, die nicht die entsprechenden Mittel und Voraussetzungen haben, durch den Verkauf von Rassetieren zu Geld zu kommen. Das wird erst aufhören, wenn Zucht zu kommerziellen Zwecken und Handel mit Lebewesen rigoros verboten und nur mit entsprechenden Konzessionen und Kontrollen erlaubt sein werden“, so Petrovic.

Nun werden die Baby-Schlittenhunde jedenfalls in der Welpenquarantäne des Wiener Tierschutzhauses wieder aufgepäppelt. „Es ist zu hoffen, dass die Exekutive alle Welpen sichern konnte. Sollte jemand schon vorher dort ein Malamut-Baby erworben haben, bitte ich die Besitzer, das Tier unbedingt gleich untersuchen zu lassen.

Wir werden jedenfalls nicht locker lassen und danach trachten, dass die Gesetze betreffend Tierquälerei sowie Zucht und Handel mit Tieren strenger werden, um solche Fälle zu verhindern“, so Petrovic abschließend.


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