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Studie: Das richtige Clickertraining macht bei Hunden einen klaren Unterschied

Mit Clicker zu arbeiten ist im Hundetraining eine beliebte und erfolgreich angewandte Methode. Die genaue Art und Weise, wie diese Trainingstechnik eingesetzt wird, unterscheidet sich jedoch je nach Trainerin und Trainer.

Ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna untersuchte nun, ob diese Unterschiede eine Auswirkung auf den Gemütszustand der Hunde haben. Und tatsächlich, ein nur teilweise an Belohnungen geknüpftes Clickertraining wirkt sich negativ auf die Hunde aus.

Das Clickertraining ist eine weit verbreitete, auf positiver Verstärkung beruhende Technik, um Hunden und anderen Tieren neuartige Verhaltensweisen beizubringen. Der grundlegende Prozess ist einfach: Das Tier zeigt das gewünschte Verhalten, die trainierende Person klickt und gibt dann eine Belohnung.

Die Art und Weise, wie TrainerInnen diese Trainingstechnik anwenden, ist jedoch unterschiedlich. Die meisten TrainerInnen lassen nach jedem Klick eine Belohnung (z.B. Futter) folgen, während andere der Ansicht sind, dass Hunde schneller lernen, wenn die Belohnung manchmal weggelassen wird.

Ein Argument gegen die Verwendung solcher Teilbelohnungen ist, dass dies beim Tier Frustration hervorrufen kann. Außerdem bestehen Bedenken hinsichtlich der Folgen für das Wohlbefinden der Hunde.

Teilbelohnungen bringen keinen verbesserten Trainingseffekt

Ein Forschungsteam unter Leitung der Vetmeduni Vienna untersuchte deshalb die Auswirkung einer teilweisen Belohnung nicht nur auf die Trainingseffizienz (Lerngeschwindigkeit), sondern auch auf den affektiven Zustand von Hunden.

Laut Studienleiterin Giulia Cimarelli vom Clever Dog Lab der Vetmeduni Vienna zeigen die Ergebnisse deutlich, dass z. B. Futterbelohnungen nach jedem Klick empfehlenswert sind: „Eine teilweise Belohnung verbessert nicht nur nicht die Wirksamkeit des Trainings, sondern ist auch mit einem negativ zu bewertenden affektiven Zustand verbunden.“

Empfehlenswert: Clickertraining mit kontinuierlichen Belohnungen

Im Rahmen der Studie wurden zwei Gruppen von Hunden mit Clickern trainiert: Eine Gruppe erhielt nach jedem Klick Futter, während die andere Gruppe nur in drei von fünf Fällen Futter erhielt. Da es aus früheren Studien Hinweise gab, dass sich frustrierte Erwartungen bei Hunden je nach ihrer Persönlichkeit unterschiedlich auswirken könnten, haben die ForscherInnen die emotionale Reaktivität der Hunde in ihr Studiendesign integriert.

Dazu Cimarelli: „Wir haben die Anzahl der Versuche, die erforderlich sind, um ein Lernkriterium zu erreichen, und Symptome für einen negativen affektiven Zustand verglichen. Hunde, die während des Clickertrainings nur teilweise belohnt wurden, zeigten einen schlechteren „Gemütszustand“ als Hunde, die kontinuierlich belohnt wurden. Und da eine nur teilweise Belohnung andererseits keinen verbesserten Trainingseffekt bringt, sehen wir die kontinuierliche Belohnung als die empfehlenswerte Alternative an.“

Trainingsprogramme sollten individuelle Eigenschaften von Hunden stärker beachten

Laut den WissenschafterInnen handelt es sich bei der vorliegenden Arbeit um die erste Studie, welche die potenzielle Rolle der Persönlichkeit von Hunden hinsichtlich der Wirksamkeit und der Konsequenzen verschiedener Trainingstechniken berücksichtigt.

Laut Cimarelli ist die Studie auch aus einem weiteren Grund von Bedeutung: „Unsere Ergebnisse liefern Hinweise darauf, dass Hunde selbst auf geringfügige Unterschiede in den Trainingstechniken empfindlich reagieren und dass bei der Gestaltung von Trainingsprogrammen für als Haustiere gehaltene Hunde und Begleithunde entsprechende Vorsicht geboten ist. Außerdem sollte die individuelle Persönlichkeit von Hunden in zukünftigen Studien eine stärkere Beachtung finden.“

Der Artikel „Partial rewarding during clicker training does not improve naïve dogs’ learning speed and induces a pessimistic-like affective state“ von Giulia Cimarelli, Julia Schoesswender, Roberta Vitiello, Ludwig Huber und Zsófia Virányi wurde in Animal Cognition veröffentlicht.


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