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BVZ Hundetrainer e. V. begrüßt aktualisierte Impfrichtlinie der WSAVA für Hunde

Die „World Small Animal Veterinary Association“ (WSAVA) hat kürzlich eine aktualisierte Fassung ihrer zuvor 2010 publizierten Impfrichtlinie „Guidelines for the vaccination of dogs and cats“ veröffentlicht.

Das neue Dokument der „Vaccination Guideline Group“ (VGG) der WSAVA befasst sich vor allem mit der Impfung von Welpen und bildet zusammen mit seinem Vorgänger einen Leitfaden für eine verantwortungsvolle Impfpraxis für Hunde und Katzen in der internationalen Tiermedizin.

„Die neuen Ausführungen sind durchaus bemerkenswert, da sich die WSAVA insgesamt für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Impfstoffen ausspricht und zudem eine Reduzierung der Anzahl an Impfungen anstrebt.

Die WSAVA bezieht sich zur Begründung unter anderem auf das Konzept der Herdenimmunität: Entscheidend sei demnach nicht die Anzahl der geimpften Tiere pro Jahr. Vielmehr wird ein höherer Prozentsatz an geimpften Tieren mit sogenannten Kernimpfstoffen (core vaccines) angestrebt“, erläutert der Vorsitzende des BVZ Hundetrainer e.V. Andreas Heusinger von Waldegge.

Die zentralen Ergebnisse der WSAVA sind:

Weltweit sollten alle Hunde eine Grundimmunisierung mit Kernimpfstoffen erhalten. Diese Impfung bietet einen langjährigen Immunitätsschutz und gilt als entscheidend für die Entwicklung einer Herdenimmunität. Sie trägt dazu bei, die Anzahl der krankheitsanfälligen Tiere zu reduzieren und die regionale Verbreitung einer Krankheit einzudämmen.

Zusätzliche Impfungen (non-core vaccines) können je nach geographischen oder lokalen Gegebenheiten und dem Ausmaß der Gesundheitsgefährdung des Hundes durch sein persönliches Lebensumfeld ergänzend verabreicht werden.

Von einer letzten Gruppe von Impfstoffen, bspw. gegen das Canine Coronavirus, wird derzeit abgeraten (not recommended vaccines), da ihr medizinischer Nutzen nicht ausreichend wissenschaftlich belegt ist.

Richtlinie zur Impfung von Hunden:

Der Erfolg einer Impfung kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtig werden. Impfstoffe können einerseits durch maternale Antikörper, die in den ersten Lebenswochen über die Muttermilch auf den Welpen übertragen werden, neutralisiert werden.

Mangelnde Wirksamkeit der Produkte durch fehlerhafte Herstellung, Transport oder Lagerung können andererseits eine aktive Immunisierung des Welpen ebenfalls verhindern.

Grundimmunisierung

Unter der Berücksichtigung, dass maternale Antikörper die Wirksamkeit des Impfstoffes beeinträchtigen können, rät die VGG zu einer Dreifach-Impfung gegen Staupe, Parvovirose und Hepatitis (Adenovirus) mit sogenannten Lebendimpfstoffen (Modified Life Virus Vaccines, MLV) im Welpenalter.

Die erste Impfung sollte mit 8 -9 Wochen erfolgen, eine zweite Impfung 3 – 4 Wochen später. Die letzte Impfung sollte zwischen der 14. – 16. Woche stattfinden.

Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 98% der Welpen erfolgreich gegen Parvovirus, Staupe und Hapatitis immunisiert.
Die Impfung gegen Tollwut wird nur für Länder mit Tollwutvorkommen empfohlen.

Eine Impfung gegen Zwingerhusten wird in der Regel als unnötig angesehen sofern nicht besondere Umstände (Verbringung des Hundes in eine Hundepension) vorliegen. Zwingerhusten wird als nicht lebensbedrohliche Krankheit eingestuft, die durch die Gabe von Antibiotika behandelt werden kann.

Auffrischung

Um sicherzugehen, dass die Impfung erfolgreich war, sollte nach 12 Monaten eine Auffrischungsimpfung erfolgen. Danach werden weitere Auffrischungsimpfungen nur noch höchstens alle 3 Jahre oder später empfohlen, da nach den Richtlinien geimpfte Hunde eine jahrelange, wenn nicht sogar lebenslange Immunität aufweisen können. Eine neuerliche Impfung eines Hundes, der bereits immun ist, bietet keinen zusätzlichen Schutz!

Die VGG unterstützt in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Einsatz von Antikörpertests bzw. Titerbestimmungen, um unnötige Impfungen zu vermeiden. Nur mit diesen Tests kann eine erfolgreiche Impfung eindeutig nachgewiesen und bei einem negativen Testergebnis umgehend nachbehandelt werden.

Hinsichtlich der Entwicklung von schnellen, zuverlässigen und kostengünstigen Tests besteht laut VGG, trotz zweier kürzlich auf dem Markt erschienenen Schnelltests, noch umfangreicher Handlungsbedarf. Auch die Problematik der Mehrkomponentenimpfstoffe ist noch zu lösen.

Ergänzende Impfungen

Die VGG betont, dass eine Grundimmunisierung die wichtigste Schutzmaßnahme des Hundes darstellt und darüber hinaus so wenig wie möglich geimpft werden sollte. Sie weist aber auch darauf hin, dass es Hunde gibt, die durch spezielle geographische, lokale oder soziale Gegebenheiten einen erhöhten Impfbedarf haben können.

Um den Bedarf eines Hundes an gesundheitlichen Maßnahmen mit dem Halter abstimmen zu können, unterstützt die VGG explizit den jährlichen Gesundheitscheck, vor allem von jungen und alten Hunden. Hier kann der Gesundheitszustand umfassend untersucht werden und über eine Weiterbehandlung mit ergänzenden Impfungen individuell entschieden werden.

Diese Impfungen, bspw. gegen Borreliose oder Leptospirose, bieten jedoch keinen langjährigen Impfschutz und müssen daher regelmäßig bzw. jährlich aufgefrischt werden. Insbesondere die Impfung gegen Leptospirose wird nur bei einem echten Erkrankungsrisiko empfohlen, da sie für Nebenwirkungen bekannt ist und die kürzeste Wirkdauer hat.

Statement für eine verantwortungsvolle Impfpraxis

Die VGG fordert eine lückenlose Dokumentation des Impfvorgangs und ermutigt darüber hinaus die Tierärzte zur aktiven Mitarbeit. So könnten regelmäßige Meldungen über beobachtete Nebenwirkungen an Hersteller und staatliche Überwachungsinstitutionen zu einer Verbesserung und damit zu einer erhöhten Sicherheit der Impfstoffe beitragen.

Impfstoffe sind hochwirksame medizinische Produkte, die nicht unüberlegt verabreicht werden sollten. Neben leichten Nebenwirkungen wie Fieber oder Appetitlosigkeit können auch schwere Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen oder Epilepsie die Folge sein.

Auch wenn der Nutzen einer Impfung höher bewertet werde als das Risiko von Nebenwirkungen, sei die Gefahr des „Überimpfens“ eines Hundes in jedem Fall zu vermeiden. Die VGG ruft daher die praktizierenden Tierärzte und Tierhalter weltweit zu erhöhter Sensibilität und einem vernünftigen Umgang mit Impfstoffen auf:

We should aim to vaccinate every animal with core vaccines, and to vaccinate each individual less frequently by only giving non-core vaccines that are necessary for that animal

Dieses Anliegen kann der BVZ Hundetrainer e.V. vollkommen unterstützen.

Der Weltverband der Kleintierärzte WSAVA ist ein internationales Bündnis tierärztlicher Vereinigungen mit Mitgliedern in 70 Ländern. Er hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Forschung und Weiterbildung innerhalb der Tiermedizin zu fördern.

Eine hohe Qualität und Verfügbarkeit von tiermedizinischen Maßnahmen weltweit soll dadurch gewährleisten werden. In verschiedenen Projekten erarbeitet der WSAVA mit Veterinärwissenschaftlern an einheitlichen Richtlinien in unterschiedlichen tiermedizinischen Themenbereichen.

So haben die 2010 veröffentlichen Impfrichtlinien der Vaccination Guideline Group (VGG) des WSAVA bereits eine hohe globale Akzeptanz in den Mitgliedsländern erfahren.

Den ausführlichen Bericht des WSAVA, finden Sie unter: www.wsava.org/guidelines/vaccination-guidelines

Die aktualisierte Version finden Sie unter:
www.wsava.org/sites/default/files/New%20Puppy%20Owner%20Vaccination%20Guidelines%20May%202013_0.pdf

„Beim Thema Impfungen bzw. der Vermittlung eines kompetenten Tierarztes stehen Ihnen die Mitglieder des BVZ Hundetrainer e. V. mit ihrem Fachwissen gerne beratend zur Seite.

Ein Verzeichnis qualifizierter Hundetrainerinnen und Hundetrainer ist auf der Homepage des BVZ Hundetrainer e.V. ( www.bvz-hundetrainer.de ) zu finden“, empfiehlt der Vorsitzende des BVZ Hundetrainer e. V. Andreas Heusinger von Waldegge.

 

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