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Sie sind hier: » Startseite» Österreich» Hundegesundheit» Hundemedizin» Krebs bei Hunden» Verein RotePfote

RotePfote: Krebsforschung für Mensch und Tier

Mit der Gründung des Vereins „RotePfote“ wollen Expertinnen und Experten der Medizinischen Universität Wien und der Veterinärmedizinischen Universität Wien die Möglichkeiten der Krebstherapie für Tiere und die Krebsforschung für Mensch und Tier vorantreiben.

Mit dem Verein wird die erste Zusammenarbeit dieser Art nach US-Vorbild in Europa gestartet.

Vor allem bei Krebserkrankungen zeigt sich die biologische Ähnlichkeit zwischen Menschen und Haustier. Während in der Humanmedizin die Krebsforschung und Krebstherapie ein weit entwickeltes Gebiet ist, hat die onkologische Behandlung bei Haustieren einen starken Nachholbedarf. Dabei können viele Therapien, die in der Humanmedizin entwickelt wurden, auch für Haustiere eingesetzt werden.

Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin

Univ. Prof. in Dr. Erika Jensen-Jarolim, Wegbereiterin der AllergoOnkologie beim Menschen und die Onkologen Univ. Prof. Dr. Edgar Selzer von der Medizinischen Universität Wien (MUW) sowie Dr. Michael Willmann von der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) haben sich für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich Krebsforschung und neue Therapien zusammengeschlossen.

Der „Verein RotePfote – Krebsforschung für das Tier“ soll gemeinsame Entwicklungen der Veterinärmedizinischen und Medizinischen Universität Wien auf dem Gebiet der Krebsforschung fördern, mit denen KrebspatientInnen, Tieren wie Menschen, besser geholfen werden kann.


Präsentation Verein RotePfote
„Es ist verblüffend, wie ähnlich Tumoren bei Menschen und Haustieren sein können, in ihrer Entstehung, ihrer Entwicklung und in ihrer Behandlungsmöglichkeit.

Eine enge Zusammenarbeit drängt sich geradezu auf, “ sagt Vereinspräsidentin Jensen-Jarolim. Vizepräsident Willmann bestätigt: „Dieses Zusammenrücken von Human- und Veterinärmedizin, die vergleichende Onkologie, eröffnet uns ungeahnte Möglichkeiten im Kampf gegen Krebs. Wir müssen aber dazu auch noch sehr viel Entwicklungsarbeit leisten und fördern.“

„In jedem von uns Initiatoren steckt nicht nur der Mediziner und der Wissenschafter, sondern auch der Tierfreund: Der Mediziner möchte Krebs heilen oder – noch besser - verhindern, der Tierfreund sorgt sich um Gesundheit und Lebensqualität unserer Haustiere und der Wissenschafter sucht nach neuen Erkenntnissen. Im Verein RotePfote ist all das verbunden,“ erklärt Edgar Selzer, der dritte Initiator, die Motivation der Beteiligten.

Pionier in Europa, Wien als Chance

Der neu gegründete Verein leistet mit der vergleichenden Onkologie bei Tier und Mensch wissenschaftliche Pionierarbeit in Europa. Denn während in den USA schon Programme zur Förderung dieses Bereiches geschaffen wurden, bestehen in Europa erst vereinzelte Projekte.

Dabei profitiert der Verein von der herausragenden Stellung der Krebsforschung an beiden Universitäten im internationalen Vergleich. Wien ist somit eine Stadt, die auch im  europäischen Umfeld mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle einnimmt. „Die Nähe von MUW und VUW ist eine große Chance, die wir unbedingt nützen müssen,“ so Jensen-Jarolim weiter.

Möglich wird die Zusammenarbeit in derselben Stadt erst durch Einrichtungen zur Krebstherapie bei Tieren, wie sie mittlerweile am Tierspital der VUW zu finden sind. Tierische Krebspatienten können hier grundsätzlich mit denselben Methoden behandelt werden wie menschliche Patienten an der Klinik der Medizinischen Universität Wien, dem Wiener AKH: chirurgische Eingriffe, Chemotherapie, Strahlentherapie bzw. Kombinationen daraus.

Etwa 1000 Krebspatienten, vor allem Hunde und Katzen, werden pro Jahr am Tierspital der VUW behandelt.  Darüber hinaus stehen den WissenschafterInnen die Expertise des hochangesehenen Krebszentrums an der Medizinischen Universität Wien/ AKH Wien zur Verfügung, das besonders „Translational Research“ („vom Labor in die Klinik“) fördert.

Was passiert mit dem Geld? Was passiert mit Förderungen und Spenden?

„Wir können noch mehr über die Ähnlichkeiten zwischen Tumoren bei Tieren und Menschen erfahren, denn es ist davon auszugehen, dass beispielsweise etwa 4000 Hunde pro Jahr in Österreich an Krebs erkranken. Allerdings: Wenn sie die Diagnose Krebs hören, entscheiden sich viele Tierbesitzer dazu, ihr Haustier einschläfern zu lassen, weil sie von den Behandlungsmöglichkeiten zu wenig wissen oder weil sie sich die Behandlung nicht leisten können“ erklärt Dr. Willmann.

„Mit den Förderungen und Spenden an den Verein können wir Tiere, die als nicht behandelbar gelten, in klinischen Studien mit neuen Therapiemöglichkeiten behandeln – und das kostenlos für den Tierbesitzer.“

Erste Erfahrungen mit solchen Studien gibt es bereits. Mit den eingeworbenen Spenden können tierische Patienten schon frühzeitig in die Entwicklung von Krebstherapien eingebunden werden. Denn zurzeit müssen neue Methoden erst die lange Entwicklung für den Menschen durchlaufen, ehe sie für den Einsatz am Tier in klinischen Studien getestet werden.

„Wir streben an, dass klinische Studien am Menschen und am Haustier parallel laufen. Davon profitieren erstens die Tiere, weil dadurch schon viel früher die Chance zur Therapie besteht. Andererseits profitieren Tier und Mensch, weil Erkenntnisse und Erfahrungen aus den klinischen Studien ausgetauscht werden können.“

Die Palette der Möglichkeiten, den Verein zu unterstützen reicht vom Download des „RotePfote Klingeltones“ von der Website des Vereins bis zu einer monatlichen Förderung oder einer Jahrespatenschaft.

Nähere Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten der Krebsforschungs-Projekte des Vereins RotePfote finden Sie auf www.rotepfote.at.

 

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